Am 22.07.2026 wurde ich von Familie und Freunden am Flughafen in Zürich verabschiedet und bin am 07.04.2083 in Nepal angekommen. Glücklicherweise hat mein Flug nicht 57 Jahre gedauert, sondern der vermeintliche Zeitsprung erklärt sich damit, dass Nepal einen Kalender mit anderer Zeitrechnung verwendet.
Die Zeitverschiebung beträgt auch aussergewöhnliche UTC+5h 45min, also +3h 45min im Sommer und
+4h 45min im Winter im Vergleich zur Schweiz.

Seit ich hier angekommen bin, wohne ich in Lalitpur im Kathmandu Tal.
Es gibt sehr viele alte Gebäude, Tempel und Paläste, die von einer langen Geschichte zeugen. In den letzten Jahrzehnten ist die Bevölkerung stark gewachsen und es leben im Tal – in und um die Hauptstadt herum – etwa 3 Millionen Menschen.
Neben vielem Schönen ist es auch laut & schmutzig.
Eine halbe Woche nach meiner Ankunft habe ich mit Nepali Lektionen begonnen und das Kultur- und Sprachstudium nimmt seither den grössten Teil meiner Zeit ein.
In Nepal werden etwa 125 Sprachen gesprochen. Nepali ist die offizielle Landessprache und wird von 90% gesprochen, von der Hälfte davon als Muttersprache. Geschrieben wird in Devanagari, derselben Schrift, in der das in Indien weitverbreitete Hindi geschrieben wird.

Angekommen!?
Ja, der Alltag nimmt seinen Lauf und ich bin gerne hier.
Nein, das wird dauern, bis ich weiss wie’s hier läuft und ohne Hilfe zurechtkomme.















Wahrscheinlich habt ihr alle von der schweren Flutkatastrophe gehört, die sich am 26. August in Nepal ereignet hat. Das betroffe Gebiet liegt nördlich von der Hauptstadt Kathmandu. Das Kathmandutal selbst ist nicht betroffen.
Jeden Tag bekomme ich die neusten Zahlen von Toten und Verletzten der Flutkatastrophe mitgeteilt und welche Strassen noch gesperrt sind. Unter anderem ist die Strasse, welche die zwei grössten Städte Kathmandu und Pokhara verbindet, gesperrt, da eine Brücke weggespült wurde. Das hat auch schon einige in meinem näheren Umfeld betroffen, die statt Bus oder Auto das Flugzeug nehmen mussten, um nach Pokhara zu kommen. Andere müssen riesige Umwege fahren, u.a. viele Lastwagenfahrer.
Verglichen mit dem unbeschreiblichen Leid der Menschen, die Familie & Freunde, Heimat und Hab & Gut verloren haben, sind das jedoch kleine Probleme.
Auch ‚United Mission to Nepal‘, die Organisation, mit der ich hier arbeite, hilft mit, die Not im Katastrophengebiet zu lindern. Mehr auf der Website (englisch):
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